Mittwoch, 4. März 2015

Vom Sorgen

Von alleine an diesem Ort aufgegangen!
"Wer von euch kann dadurch, dass er sich Sorgen macht, sein Leben nur um eine Stunde verlängern? Und warum macht ihr euch Sorgen was ihr anzieht? Seht euch die Wiesenblumen an: Sie wachsen, ohne zu arbeiten und ohne sich Kleider zu machen. Ich sage euch: Nicht eimal Salomo in all seiner Herrlichkeit war so schön gekleidet wie eine von ihnen. Gott macht die Wiesenblumen so schön. Und dabei gehen sie an einem Tag auf und werden am nächsten Tag im Backofen verbrannt. Darum wird er sich noch viel mehr um euch kümmern. Ihr habt zu wenig Vertrauen!
Macht euch also keine Sorgen!... Macht euch also keine Sorgen um den kommenden Tag - der wird schon für sich selber sorgen. Es reicht, dass jeder Tag seine eigenen Schwierigkeiten hat."
Die Basisbibel: Matthäus 6, 27-30 + 34

Dienstag, 3. März 2015

Etwas eigenes braucht der Mensch - und das Geheimnis um das orangene Etui

Manchmal braucht es im Leben etwas eigenes, etwas was nur mir gehört und auch nur für mich gemacht wurde, kurz: etwas besonderes.
Für mich ist ein Füller schon immer etwas besonderes gewesen. Ich schreibe gerne mit Füller. Ich liebe es, wenn man mit leichtem Schwung, ohne Anstrengung seine Gedanken zu Papier bringen kann. Mein Traum von Füller muss gut in der Hand liegen, darf auf keinen Fall kratzen und das Scheiben darf den Gedankenfluss nicht beeinträchtigen. Kurz: Es muss fließen.
Einen solchen Füller hatte ich schon einmal – ich hatte ihn mir zum bestanden Examen selbst geschenkt. Er hatte mich ein Vermögen gekostet. Zum Aussuchen war ich fast eine Stunde im Schreibwarenladen. Aber dann war er es – mein Füller.
Ich war glücklich und schrieb viele meiner Predigten nun mit ihm. Es machte Spaß, es war ein Traum!
Eines Tages wurde mir mein Federmäppchen eben mit diesem Füller aus meinem Rucksack geklaut. Eine kleine Katastrophe. Sicher kein Weltuntergang, aber eben nicht mehr wie vorher. Und alle Füller danach waren eben nur ein Abglanz dessen, was ich einmal besessen hatte. Meine Predigten wurden immer öfter und immer mehr mit dem Computer geschrieben – und tief in mir, nahm das Sehnen nach dem Füller immer größeren Raum ein.

Dann entdeckte ich die Seite von Christoph Dengler. Seine Füller gefielen mir und so kam ein erster Kontakt per mail zustande. Auf seine Frage nach meinem Traumfüller beschrieb ich ihm „meinen Füller“. Als Holz suchte ich mir aus einer Vielzahl von Möglichkeiten Eschenholz aus – die Form beschrieb ich ihm genau. 
Hölzerauswahln (Foto: Christoph Dengler)
Während der Produktionszeit informierte mich Christoph täglich mit Mails und Bildern über den Fortschritt. So war es für mich, als wäre ich bei der Entstehung ganz nahe dabei gewesen. 
Alle Teile sind bereitgelegt (Foto: Christoph Dengler)

Die Hölzer sind auf der Drehbank aufgespannt (Foto: Christoph Dengler)

Fertig gedrechselt (Foto: Christoph Dengler)
"Hochzeit" - Zusammenfügen (Foto: Christoph Dengler)
Nach wenigen Tagen konnte ich meinen Füller, liebevoll verpackt per Post in der Hand halten. 
Das Päckchen ist da!!!

Der erste Blick 

liebevolle Verpackung












Mein Füller!!
Und da war es wieder: dieses Gefühl, etwas ganz besonderes in der Hand zu halten. Ein Füller, wie für mich gemacht – alles fließt! Danke Christoph!

Ach ja, bliebe noch das Geheimnis um das orangene Etui:
Das ist schnell gelöst - mein allererster Schulranzen - und damit der Startpunkt für das Schreiben mit einem Füller - war aus orangem Leder. Kein Kind würde heute mit einem solchen Schulranzen in die Schule mehr gehen, aber ich war sehr, sehr stolz darauf. (Übrigens auch die einzigste, die einen orangenen Schulranzen hatte.)

Montag, 2. März 2015

Warum eine Melodie einfach gut ist

So, dann wollen wir mal wieder - nach langer Bloggerpause -

Das Gute am heutigen Tag?
Eine kleine Melodie - gespielt auf meinem Akkordeon - brachte meine Seele zum Schwingen. Auch Stunden danach klingt sie noch in meinem Kopf, in meinem Herz und zwischendurch pfeife ich sie auch noch.

Lasst es euch gut gehen - mit einer kleinen Melodie im Herzen!

Samstag, 22. Dezember 2012

Wie man die lange Zeit bis es Geschenke gibt verkürzen kann

Ich weiß ja nicht, wie ihr die hibbeligen, zappeligen Kinder und die eigene Nervosität bis es endlich Geschenke gibt im Zaum halten könnt. Wir haben dieses Jahr dank Sandra Dirks eine wunderbare Möglichkeit gefunden, sinnvoll unsere Zeit zu verbringen: *tusch* WIR
MALEN UNS UNSERE KRIPPE SAMT WEIHNACHTSZUBEHÖR!

Was für ein genialer Gedanke: Ein Weihnachtsmal-Adventskalender-Zeichenkurs.
Eigentlich für Flipscharts gedacht, aber Herr C hat ihn auch schon für sich entdeckt. Und jetzt sitzen wir hier manchmal und scribbeln Rentierköpfe, Hirten und Schafe, Engel, Weihnachtssinger und.....
Also da MÜSST ihr unbedingt vorbeischauen!
http://www.apprenti-podblog.de/2012/12/weihnachten-zeichnen-in-24-episoden-episode-22-hirten-schafe/
So und jetzt zisch ich mal wieder zu meinen Hirten und Schafen.... Bilder folgen in Kürze!

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Was die Adventszeit verschönert....

Also was in diesem Jahr mir die Adventszeit wirklch versüßt, sind nicht etwas die Keks, die wir schon eifrig gebacken haben, sondern dieser nette Adventskalender.
Sandra Dirks hat für jeden Tag einen kleinen 5 Minuten Film, der so zur Kreativität anregt, dass ich gleich mal die heutige Aufgabe hier ausprobiert habe. Und das ist mein Egel für heute:

Montag, 10. Dezember 2012

Aus gegebenen Anlass...


Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir. (Jesaja 60,1)

Vor einigen Wochen beim JAT-Einsatz in Sindelfingen (Jugend-Aktions-Tage) ist folgende Situation gewesen: Die Jugendlichen hatte in ihren Workshops tagsüber wie all die anderen Tage für den Jugendgottesdienst am Abend geprobt. Viele gute Ideen sind in die Tat umgesetzt worden. Es versprach ein guter, interessanter Abend zu werden. Die Hauptprobe verlief auch ganz gut. Die beiden Techniker an Licht und Ton wussten nun, wann welches Licht für die Theaterszenen gebraucht wurden und wer wann welches Mikrofon benötigte. Mit Spannung wurde der Gottesdienst erwartet. Und dann das: Ein Kurzschluss legte die komplette Technik lahm. Auf einmal standen die, die eigentlich im Licht stehen sollten, im Dunkeln. Für die Beiden an den Mischpulten war das Abendessen nun gelaufen. Fieberhaft suchten sie nach dem Defekt und versuchten so schnell wie möglich, den Schaden zu beheben. Am Ende war klar: Durch den Kurzschluss hatte die Lichtanlage einen Defekt. Aber 20% dessen was an Licht da war, konnte benutzt werden. „Erleuchtet“ stand auf dem T-Shirt des Lichttechnikers.
Mir wurde diese Begebenheit zu einem Gleichnis. Wie schnell können auch wir in unserem Leben im Dunkeln stehen. Eine unheilbare Krankheit, ein Todesfall, der Verlust eines Arbeitsplatzes... und alles ist auf einmal anders. Das was geplant war, kann so nicht stattfinden. Wir tappen im Dunkeln bei der Frage, wie es weitergehen soll.
„Dein Licht kommt!“ Diese Zusage gilt aber nicht nur denen, die sich als lichtlose Verlierer sehen und fühlen. Dein Licht kommt – das heißt doch, dass Gott als Tröster in schweren Zeiten, als Wegbegleiter, als Erleuchter zu uns kommt. Er kommt, als einer der da ist, in dessen Gegenwart meine Dunkelheit erhellt wird. Jetzt kann ich meinen Weg wieder sehen. Jetzt kann auch mir ein Licht aufgehen.
Wenn mir „ein Licht aufgeht“, dann weiß ich endlich, wie ich mich entscheiden oder was ich tun soll. Solch eine Erfahrung ist wichtig, um selbst „licht zu werden“.
Wir brauchen den „Erleuchter“ nötiger denn je in unserem Leben, im Leben unserer Gemeinden und im Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Möge es in der vor uns liegenden Adventszeit hell um uns werden durch Gottes Licht.