Samstag, 26. Dezember 2015

Herzensangelegenheiten

Gedanken zum Weihnachtsoratorium 3. Teil



Herzensangelegenheiten 
Es ist eine Menge Dunkelheit in unserer Welt und wir alle haben irgendeine Dunkelheit, vor der wir davonrennen. Deshalb brauchen wir immer wieder Momente, die uns zu Herzen gehen. 
„Herz über Kopf“ – nicht nur im Radio ein Hit. 
Herzlichkeit ist gefragt – gesucht.
Das Weihnachtsoratorium kann einem zu Herzen gehen, die Musik, die Texte, das Gesamtkunstwerk.
Eine musikalische und theologische Meisterleistung Bachs.
Heute im 3. Teil geht es um das Herz, Begebenheiten die zu Herzen gehen.

Die Herzen der Hirten:
Die Musik hat ges deutlich gemacht - Diese Sache duldet keinen Aufschub – nichts wie hin. Wenn Gott unsere Herzen berührt, dann bringt uns das in Bewegung. Dann bleiben wir nicht an den Orten wo wir sind, dann gehen wir los, dann verändert Gott uns.
Hingehen – sehen – erzählen. Eine Herzensbewegung

Das Herz Marias
Sie ist schon länger mit Gott unterwegs. Sie hat einen ganz besonderen Auftrag. Und all das, was sie von Gott weiß und erfahren hat, trägt sie in ihrem Herzen.
Sie ist bewegt von dem, was sie mit Gott erlebt. Sie ist berührt davon, wie Gott handelt. Und sie ordnet all das ein in ein großes Ganzes - findet darin einen Sinn für sich und die Welt, wird so zur Prophetin für uns heute.

Das Herz Gottes
Das wohl größte Geschenk, das uns gemacht wird. Dort an der Krippe erfahren wir etwas von Gottes Gedanken und seinem Sein. Er offenbart sich uns als einer, der Sehnsucht hat – Sehnsucht nach uns Menschen. In der Kantate wird ein großer Teil über den Trost in den Bibeltext eingeschoben.
Wer Tröstet hat ein Herz für den Menschen, der Trost bedarf. Trösten kann man nur, wenn man sich den Menschen zuwendet, wenn es mir nicht egal ist, wie es meinen Mitmenschen ergeht. Wenn ich Trost spende, begebe ich mich auf gleiche Augenhöhe mit dem, der getröstet wird.
Dass Gott Trost spendet zeigt, beschreibt eine besonders innige Seite Gottes, die weit über liebevolle Worte und Gesten hinausgeht:
Trost ist ein umfassendes Geschehen.
Trost braucht Berührung – Begegnung. Ich kann nur schwer aus der Ferne und ohne innere Beteiligung trösten.
Es ist die Antwort auf das wohl ungeduldigste Adventslied das es gibt: Oh Heiland reiß die Himmel auf. – darin: Wo bleibst du Trost der ganzen Welt.

Hier ist er. Die Hirten haben ihn gefunden – wir sind eingeladen unsere Herzen von dem berühren zu lassen, dessen Herz für uns schon lange brennt.

Weihnachten ist eine Herzensangelegenheit. Für Gott, für mich für dich.

(gehalten 26.12.2015 Ev. Stadtkirche S-Vaihingen)

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